Annaburg Geschichte
Annaburg Porzellan GmbH
Annaburg, Sachsen-Anhalt, Deutschland
http://www.annaburg-porzellan.de
Wasserzeichen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr
Marken gehören Ihren Herstellern
Firmenkurzgeschichte
- 1874 Steingutfabrik Adolf Heckmann
- 1895 Annaburger Steingutfabrik AG
- 1950 VEB Annaburg Porzellan
- 1992 1. Juli Annaburg Porzellan GmbH
Firmengeschichte
Steingutfabrik Adolf Heckmann (1874 bis 1895)
Die Firma wurde durch Adolf Heckmann 1874 und die Geschäfte liefen von Beginn an gut. Da Heckmann keine Nachkommen hatte, entstanden frühzeitig Pläne die Firma in ein Gesellschaft umzuwandeln, um nach dem Ausscheiden Heckmann´s die Geschäfte weiterführen zu können.
Annaburger Steingutfabrik AG (1895 bis etwa 1950)
Nach der Umwandlung und dem Namenswechsel zu 'Annaburger Steingutfabrik AG', um die neue Struktur zu zeigen, entwickelte sich alles normal und selbst Rückschläge wie ein Feuer, das fast das Hauptgebäude am 24. Januar 1905 zerstörte, konnten die Geschäfte nicht aufhalten.
Einige Jahre später hatte sich die Situation verändert und die Gesellschaft war eine von Vielen, die nach neuen Märkten suchten - und neuen Leuten, die es verstanden, das Geschäft anzukurbeln. Einer dieser Menschen war Friedrich Carl Untucht, der später in die Gesellschaft als Direktor eintrat.
Der Geschäftsmann Friedrich Carl Untucht, der am 10. Mai 1870 in Magdeburg geboren wurde war der Sohn von Carl Untucht (geboren 1835, gestorben 1906), der Eigentümer von 'Carl Untucht & Co.', einer Spirituosen-Brennerei in Magdeburg die er 1876 gegründet hatte. Der junge Geschäftsmann hatte den Handel von seinem Vater gelernt und war der Firma als Partner beigetreten kurz bevor sein Vater 1906 starb.
Der junge Untucht suchte nach neuen Herausforderungen, vergrößerte die Firma und ab dem Jahr 1913 kam der überwiegende Anteil Branntwein in und um Magdeburg von 'Carl Untucht & Co.'. Der größte Fortschritt war die Übernahme der 'Dschenfzigschen Melasse- & Spiritusbrennerei', die Untucht eine Monopolstellung einbrachte.
Ohne sein Interesse an Politik und Gesellschaft wäre er jedoch nicht so erfolgreich gewesen. Als einer der Ersten ahnte er die kommenden Veränderungen. Politiker hatten über ein Gesetz zur staatlichen Kontrolle von Alkohol gesprochen - das 'Branntweinmonopolgesetz'. Um die Zukunft seines Geschäftes und sein Einkommen zu sichern, hatte er ein nach dem Tode seines Vaters ein Grundstück neben dem Familienbetrieb erstanden und begann mit der Herstellung von Irdenware, die sich hauptsächlich mit der Herstellung von Flaschen für die Abfüllung von Branntwein und Bier beschäftigte. Überflüssig zu erwähnen, das Untucht ebenfalls in der Geschäftsleitung der Firma 'Bodenstein A.G. Magdeburg' saß, einer Brauerei, die Theodor Franz Julius Bodenstein gehörte. Sein Erfolg und seine Erfahrung prädestinierten Untucht für die Position des Direktors der 'Annaburger Steingutfabrik'.