05.09.2010 / 14:28

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Aufglasurdekor

ähnliche Begriffe:

Inglasurdekor, Unterglasurdekor
Die Aufglasurdekoration erfolgt, wie schon aus der Bezeichnung hervorgeht vor dem Glattbrand. Die verwendeten Farben bestehen aus Metalloxyden bzw. Metallverbindungen, die mit Glasflüssen (eine Mischung aus Mennige, Borsäure, Quarzmehl, Feldspatmehl) versetzt werden. Massgeblich für die Zusammensetzung der Flüsse ist, dass sie mit ihrem Schmelzpunkt unter dem Erweichungspunkt der Glasur liegen d.h. bei einer Temperatur von ca. 750 - 900 0C schmelzen. Bei der Aufglasur Handmalerei werden diese Farbkörperflussgemische, die übrigens bereits einsatzbereit meist von entsprechenden Farbfabriken geliefert werden, mit ätherischen Ölen, wie Terpentinölen, Nelkenöl, Lavendelöl, Balsamen usw. vermengt und auf die Palette aufgespachtelt malfähig gemacht. Bei den teilweise mechanisierten Verfahren, wie Abziehbild bzw. Schiebebild werden die gleichen Farbkörper-Flussgemische verwendet, die in diesem Fall auf Spezialpapiere entweder in Steindruck oder Siebdruck aufgedruckt sind und dann als Abziehbild bzw. Schiebebild vom Papier auf die Porzellanoberfläche übertragen werden. Das Gleiche gilt von den Edelmetalldekorationen (Gold, Silber, Platin). Die nunmehr dekorierten Stücke werden einem sogenannten Schmelzbrand ausgesetzt. Die Einbrenntemperaturen liegen zwischen 750 - 9000 C. Sie variieren je nach Farbe (Metalloxyd) und dafür notwendigem Flusszusatz. Während des Schmelzbrandes schmilzt der Flussbestandteil und verbindet so den Farbkörper fest mit der darunter liegenden Glasur.

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