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19.05.2012 / 23:32

Arzberg History

Porzellanmarke

 ARZBERG-Porzellan GmbH

Arzberg, Bayern, Deutschland
http://www.arzberg-porzellan.com/

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Firmenkurzgeschichte

Firmengeschichte

1872 Tonwarenfabrik Heinrich Schumann

Seit 1872 betrieb Heinrich Schumann in Arzberg eine kleine Tonwarenfabrik.
Mit dem Bau der Bahnlinie Marktredwitz - Schirnding - Eger 1879 musste die Firma der Bahnlinie weichen.

1881 Neugründung als Porzellanfabrik Heinrich Schumann

Der Gründer der Porzellanfabrik unterhalb der sog. „Jakobsburg" an der Eisenbahnlinie Marktredwitz - Schirnding - Eger, durch die Arzberg seit November 1879 an das Eisenbahnnetz angeschlossen war, ist Christoph Schumann (1864-1916) aus Angelroda in Thüringen.
Für den Erlös der väterlichen Firma von 28.000 Mark entstand 1881 am Marktplatz, mitten in der Stadt, das Stammwerk der später nach dem älteren Sohn benannten Porzellanfabrik Carl Schumann.

1887 Übernahme durch den Sohn als Porzellanfabrik Christoph Schumann

Wohl als Folge der Erbauseinandersetzung machte sich Christoph Schumann 1887 im Alter von knapp 23 Jahren selbständig. Seine mit zwei Brennöfen ausgestattete Porzellanfabrik beschäftigte schon im Gründungsjahr 90 Arbeiter und Arbeiterinnen.
Der offensichtlich gute Geschäftsverlauf machte schon Anfang 1888 eine Betriebserweiterung erforderlich, weitere Baumaßnahmen folgten in den Jahren 1889 und 1890. Trotz anfänglicher Bedenken stellte die Stadtsparkasse Arzberg noch im Dezember 1887 ein Darlehen in Höhe von 30.000 RM sowie von 20.000 RM bereit. Als Schumann jedoch im Januar1889 um Gewährung eines Darlehens in Höhe von 16.000 RM bat, bewilligte die Sparkasse „aus Mangel an den vorgeschriebenen Sicherheiten" nur 10.000 RM gegen 4 1/2 %Zinsen bei vierteljähriger Kündigung. Trotz des hier deutlich werdenden Kapitalmangels dachte der junge Unternehmer 1889 noch nicht an die Aufgabe seines Betriebes, andernfalls ist sein Gesuch „um Aufnahme in den Bayerischen Staatsverband" im April und noch mehr die Erwerbung des Gemeindebürgerrechts im Mai 1889 unverständlich. - Für die Aufnahme in die Bürgerrolle der Stadt Arzberg hatte er übrigens „65 Mark und 50 Pfennig" zu zahlen. - Außerdem erhielt er noch im August des gleichen Jahres die Genehmigung für eine Erweiterung der Fabrik.

Leider liegen weder Angaben vor über Art und Umfang der Produktion der Schumannschen Fabrik noch über den Anlaß, der dann im Jahre 1891 zum Verkauf des Unternehmens an Theodor Lehmann führte. Jedenfalls verzog Christoph Schumann nach Schwarzenhammer bei Selb. Dort starb er 1916 als Mitinhaber der Porzellanfabrik Schumann & Schreider.
Nach einem Bericht der Arzberger Zeitung meldete Theodor Lehmann im Januar 1892 den  Geschäftsbetrieb der von Herrn Christoph Schumann dahier käuflich erworbenen Porzellanfabrik unter der Firma 'Lehmann und Roßberg' mit 94 Arbeitern an.

Theodor Lehmann stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in der Stadt Kahla im Herzogtum Sachsen-Altenburg. Hier war er am 23. März 1864 als viertes Kind des Fabrikanten Carl August Lehmann geboren. Seine Mutter Emilie, geb. Fischer, war die Tochter des Hofapothekers und langjährigen Bürgermeisters Johann Karl Gottlieb Fischer.
Carl August Lehmann betrieb eine Papier- bzw. Pappenfabrikation und später auch eine Massemühle zur Porzellanherstellung. Die von ihm belieferte Porzellanfabrik an der Bahnhofstraße in Kahla übernahm er schließlich selbst aus einer Konkursmasse. Diese sog. Lehmannsche Porzellanfabrik mit fünf Rundöfen mitsamt der Massemühle an der Saale erbten die beiden jüngsten Söhne Carl August und Theodor zu gleichen Teilen, als ihr Vater am 31. August 1888 starb; aber sie verkauften sie schon im folgenden Jahr an die neu gegründete „Aktiengesellschaft Porzellanfabrik Kahla" in Kahla.

Mit der Umwandlung der 1760 gegründeten Porzellanfabrik Kloster Veilsdorf in eine Aktiengesellschaft, Dr. Gustav Strupp (1851-1918), Mitinhaber des Bank hauses B. M. Strupp in Meiningen, im Jahre 1884 (1(,N Anfang gemacht mit den großen Kapitalumschichtungen in der Thüringer Porzellanindustrie.101886 tat (In „Porzellanindustrie Königszelt in Schlesien" den (gleichen Schritt, und wiederum knapp zwei Jahre spitul gelang Strupp am 5. Januar 1888 die Neugründung der seit 1844 bestehenden Porzellanfabrik Kahla als Gesellschaft.12 Die Kahla AG entwickelte sich in den folgenden Jahren zum Kernbetrieb des immer weiter am; greifenden Struppkonzerns. Im Jahre 1889 erwarb sie nicht nur die bereits genannte Lehmannsche Porzellan fabrik, sondern errichtete gleichzeitig in Hermsdorf eine Tochterfabrik mit zehn Brennöfen.
Theodor Lehmann begegnet uns 1890 als Angestellter der Porzellanfabrik Kahla. Sie sandte ihn als Prokurist in die soeben gekaufte Porzellanfabrik Zwickau in Sachsen. Zusammen mit Max Rückert übernahm er die Leitung, ging jedoch schon im folgenden Jahr nach Arzberg, erwarb von dem gleichaltrigen Christoph Schumann dessen junge Porzellanfabrik und gründete imJanuar 92 die bereits erwähnte Firma Lehmann und Roßberg. - Leider sind weder die näheren Umstände des plötzlichen Wechsels von Sachsen nach Oberfranken überliefert, noch der Kaufpreis sowie das Geschäftsverhältnis zu seinem Partner Roßberg. Immerhin ist das erste Firmenzeichen unter dem Datum vom 7. Juni 1892 auf dem Begleitschreiben des amerikanischen Konsulats Bamberg für eine Warensendung nach Philadelphia  enthalten.

.... wird noch fortgesetzt.

Firmentableau


- angelegt 13.02.2007
- 18.09.2007 Linktitel ergänzt

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